6 Tipps für alleinreisende Frauen

Anzeige - mit Affiliate-/Werbelinks

lakemckenzie-fraserisland"Oh, du reist alleine?"

"Ähm, ja.."

"Als Frau..??"

Diese Art von Gesprächen hatte ich vor meiner Reise bis zum Abwinken. Und die verhaltenen bis negativen Reaktionen vieler haben mich vor meinem dreimonatigen Australienaufenthalt auch echt etwas verunsichert und die Freude gedämpft. Überflüssig! Denn inzwischen bin ich schon seit über einem Monat unterwegs und kann euch eines sagen: Als Frau alleine zu reisen ist alles andere als furchteinflößend! Ich habe sechs Tipps für alle, die gerne alleine reisen wollen und es auch unbedingt tun sollten:

1. SUCHT EIN EINFACHES REISEZIEL

Alleine zu reisen ist schon eine kleine Herausforderung für alle, die es zum ersten Mal machen. Man muss mit vielen neuen Situationen klar kommen. Da muss man sich das Leben am Anfang nicht unnötig schwer machen und irgendwohin fahren, wo es schwieriger ist, zurecht zu kommen als woanders. Beispielsweise ist eine Großstadt wie Melbourne sicherlich einfacher zu händeln, als alleine durchs Outback zu touren. Überlegt euch also als erstes wo ihr hin wollt und was ihr euch von eurem Reiseziel erhofft.

2. ACHTET AUF DIE SPRACHE DES ZIELORTES

Horrorvorstellung: Man fühlt sich alleine und fremd in der großen weiten Welt und kann sich null verständigen. Sucht euch deswegen unbedingt ein Reiseziel, das ihr gut alleine bereisen könnt. So könnt ihr bei anderen Reisenden oder Einheimischen auch mal nachfragen, wo das beste Hostel ist oder wo man gut essen gehen kann. So kommt man schnell ins Gespräch. Und das geht bekanntlich am besten in einer Sprache, die man beherrscht einfacher – logisch! Aber denkt auch daran, dass ihr eure Sprachkenntnisse auf einer Reise stark verbessern könnt. Wenn ihr beispielsweise gerne durch Kolumbien reisen wollt, aber kein Wort Spanisch könnt, dann macht es Sinn einen Sprachkurs zu buchen und euch eine Familie zu suchen, in der ihr jeden Tag eure Sprachkenntnisse ausbauen könnt.

3. GEHT IN EIN HOSTEL

Hostels sind ja dafür bekannt, dass dort Backpacker unterwegs sind und Leute, die sich ggf. alleine fühlen und somit Anschluss suchen. Ich selbst war vor meiner Australienreise noch nie in einem Hostel. Inzwischen habe ich es einige Male ausprobiert und finde es super. Sicher, ich fühle mich vom Luxusfaktor viel wohler in einem hübschen Hotelzimmer oder in einem Airbnb-Apartment. Aber dort drückt die Einsamkeit dann auch besonders. Die YHA-Hostels sind in Australien übrigens sehr beliebt und dafür bekannt, dass sie sauber sind. Ein super Einstieg also! Und sogenannte Dorms (Mehrbettzimmer) sind gar nicht so schlimm wie man denkt 🙂

4. BUCHT TOUREN

Raus aus der Isolation! Auf Ausflügen lernt man viele Leute kennen, die alleine unterwegs sind und nette Gesprächspartner suchen. Zwar sind das meistens auch Touristen aber evtl. kann man so weitere gemeinsame Aktivitäten planen oder zumindest nach dem Trip zusammen in eine Bar gehen. Ich habe viele positive Erfahrungen mit den Touren gemacht, die ich über Peterpans gebucht habe. Peterpans organisiert Tages- oder Wochen-Touren jeglicher Art und ihr findet die Läden in nahezu jeder Stadt Australiens. Vorbeischauen lohnt sich also definitiv. Außerdem gibt's hier Wifi!

5. STRUKTURIERT EUREN TAG

Struktur ist alles! Zumindest für mich. Ist der erste Jetlag-Hänger überwunden, heisst es: Ab an die Planung! Außerdem solltet ihr euren Alltag strukturieren. Mir persönlich bringt es super viel, wenn ich Sport mache. Das macht den Kopf frei und man kommt raus. Dafür gehe ich morgens oder abends einfach 30 bis 60 Minuten am Strand oder in der Stadt joggen und erkunde so auch Gegenden, die ich bisher noch nicht kennen gelernt habe.

Außerdem würde ich euch empfehlen, eure Gedanken und Erlebnisse einfach niederzuschreiben. Schreibt doch auch einen Blog, selbst wenn es „nur“ für die Verwandtschaft und Freunde ist. Oder ihr führt ein Reisetagebuch nur für euch.

6. LASST ES LAUFEN!

Hier muss ich betonen, dass ihr es easy nehmen solltet. Es scheint eigentlich klar zu sein, aber sich locker zu machen ist unfassbar wichtig und gar nicht so einfach. Den Tag kommen lassen, die fünf Punkte oben beachten und vor allem glücklich sein, dass man alleine reisen kann. Ich habe auf meiner Reise nämlich auch einige Leute getroffen, die aus Angst vorm Alleinsein einen Reisepartner mitgenommen haben und es nach einiger Zeit total bereut haben. Denn auf sich selbst gestellt zu sein bedeutet vor allem: Unabhängigkeit, Flexibilität und Offenheit für andere, die auch alleine sind.

8 comments

  1. biene

    Um mal eine ketzerische Frage zu stellen: wenn du allein reist, wer macht dann die ganzen Bilder von dir? Das frage ich mich schon die ganze Zeit 😀
    Ich kann mir vorstellen dass es schwierig ist allein zu verreisen, wenn man keine Aufgaben hat (das hast du ja auch schon mal angesprochen). Das mit der Struktur ist für mich darum auch mit der wichtigste Punkt, ohne die hängt man vermutlich nur im Hostel rum und macht gar nichts...

    LG Biene
    http://lettersandbeads.de

    Antwort
  2. Sandra

    Toller Beitrag! War auch schon alleine in Australien unterwegs. Und da findest Du immer sofort Anschluss, und auch jm der Bilder von Dir macht. ; ) Inzwischen habe ich noch Südamerika und Neuseeland alleine bereist. Man ist einfach flexibel und kann das sehen, was man sich selbst vornimmt. Also genieß es und wie die Australier immer sagen, no worries (wenn doch mal nicht alles glatt läuft). ; )

    Antwort
    1. Vicky

      Ja, vor allem in Hostels ist es in einem Mehrbettzimmer super easy 🙂 Oder auf Touren – auch sehr zu empfehlen! Aber ich wiederhole mich nur :-*

      Antwort
  3. Luisa

    Finde die Tipps echt gut, vor allem die letzten beiden gefallen mir sehr 🙂 Alleine zu verreisen kann doch ziemlich viel mit sich bringen, vor allem Erfahrung!

    Antwort
Switch to English version

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.