Über negative Gedanken und 6 Tipps wie ihr sie abstellt

mantel, diary, sonnenuntergang, sneaker, stirnband, blumen, alster, hamburgSchlecht drauf sein kommt mal vor. Allerdings solltet ihr aufpassen, nicht in eine Spirale aus negativen Gedanken zu geraten. Insbesondere im Winter, wenn lange Aufenthalte an der frischen Luft und in der Sonne eher eine Seltenheit sind, neigen viele dazu, sich mieser Laune hinzugeben. Warum mich ein Freund zu dieser Thematik letztens zum Weinen gebracht hat und wie ihr Maßnahmen ergreifen könnt, negative Gedanken an den Nagel zu hängen, verrate ich euch im heutigen Diary.

VOR SEINEN DÄMONEN KANN MAN NICHT WEGRENNEN

Letztens meinte ein Freund zu mir "Du bist ganz schön negativ". Ich war so geschockt von dieser Ehrlichkeit und im gleichen Moment der eigenen aufkommenden Gewissheit in mir, dass er vielleicht sogar recht haben könnte.Stark blinzelnd, um nicht zu weinen, weiche ich seinen Blicken aus. "Oder etwa nicht...?", fragt er noch einmal nachdrücklich, was mir den Rest gegeben hat. "Ja, irgendwie schon", stottere ich als Antwort und mache etwas, was ich in letzter Zeit öfters mache: Ich renne davon. Ich renne weg vor meinen Gefühlen und kehre der Angst, mich meinen Unzulänglichkeiten stellen zu müssen, den Rücken, indem ich einfach verschwinde. Und das wortwörtlich! Ich habe meinen Freund in diesem Moment wirklich in dem Café sitzen gelassen und bin weinend nach Hause gelaufen.

EINGESTEHEN TUT WEH ABER IST WICHTIG

Was ist bloß los mit dir, frage ich mich den ganzen Weg über immer und immer wieder. Wieso bist du so? Bist du wirklich so...? Nach fünfzehn Minuten Fußmarsch gestehe ich mir ein: Ja, jetzt im Moment bin ich irgendwie gerade sehr negativ. Autsch. Diese Erkenntnis tut weh und kostet mich einiges an Überwindung. Aber sie führt danach hoffentlich zur sprichwörtlichen Besserung.

WOHER KOMMT EINE NEGATIVE GRUNDSTIMMUNG?

Manchmal gibt es einfach nichts neues. Manchmal sitzt man da, Tag für Tag und erzählt seinen Freunden das gleiche, vielleicht auch nicht so viele schöne Dinge, weil die schlechten gerade überwiegen. Und manchmal ist es schwer, sich für etwas, was man irgendwann mal toll fand, zu begeistern. Und obwohl ich gerade eigentlich super happy sein müsste, mit meiner besten Freunden fulltime zu bloggen und die Welt zu bereisen, hat mich der Alltag gepackt und irgendwie bin ich unzufrieden. Routine, Winter, wenig Sonne und Stagnation sind dabei vier Aspekte, die mir einfallen, wenn ich darüber nachdenke, was mich verstimmen könnte. Auch das Kranksein seit Mitte Januar und die Unfähigkeit Sport zu machen oder gar rauszugehen, spielen da sicher mit rein. Und auch wenn Dinge passieren, Streits stattfinden oder der Alltag im matschigen und grauen Hamburg echt nerven kann, sind wir dafür verantworTlich, unser Denken zu kontrollieren und einzugreifen, wenn wir uns selbst bemitleiden. Allerdings rede ich nicht von Verdrängung. Denn es gibt einfach diese Tage, oder auch Phasen, in denen alles schwer scheint und ein positiver Lichtblick weit weg ist. Aber dennoch: Mal schlecht drauf sein ok – allerdings auch bereit sein, Maßnahmen zu ergreifen, die Schluß mit negativen Gedanken machen und positive Einstellung einziehen lassen.

MEINE MAßNAHMEN GEGEN NEGATIVE GEDANKEN:

  • Ich möchte negative Gedanken durch positive Austauschen. Sprich: Sobald ich merke, dass ich grumpy werde, steuere ich dagegen. Die Stadt ist zu voll und es nervt mich? Ich gehe nach Hause besuche nicht zur "heißen Phase" in die City.
  • To Dos nicht weiter aufschieben. Ich neige dazu, Dinge auf die ich keine Lust habe, aufzuschieben. Dadurch sind sie aber nicht weg sondern werden zu einem pochenden Geschwür, dass wehtut und nervt und belastend ist. Also: Kontrolliert euch, wenn ihr merkt, ihr wollt etwas aufschieben. Nach dem Motto "Augen zu und durch" heißt es: Anpacken!
  • Ich sorge für neue Impulse. Als Kind habe ich selten grummelige Gedanken geschoben. Warum? Weil man ständig neue Sachen erlebt hat. Klar, sie brauchen vielleicht etwas Ideenreichtum oder auch Überwindung. Aber grundsätzlich sind sie vor allem eins: Ein gute Laune-Garant. Also, geht klettern, macht einen Fallschirmsprung, sprecht euren Schwarm endlich an oder macht einer Freundin eine Überraschung.
  • Freundlichkeit ausstrahlen. Das ist etwas, was ich im Alltag eigentlich schon mache, da ich mich einfach freue, mit Mitmenschen ins Gespräch zu kommen. Ob es ein netter Plausch an der Kasse ist oder mit dem Postboten. Freundlichkeit im Alltag hebt definitiv das Wohlbefinden – von einem selbst und von den anderen.
  • Konsum eindämmen! Auweia, das ist schwer in meinem Beruf. Aber ich merke, dass ich zu den Frauen gehöre, die nicht unbedingt zur Schoki greifen, wenn sie grumpy sind, sondern Shopping als Ersatzbefriedigung sehen. Das macht nicht nur nicht langfristig glücklich, sondern ist auch schlecht für den Geldbeutel.
  • Social Media-Konsum eindämmen. Schöne Fotos gucken wir uns alle gerne an. Doch ich merke, dass es einen Punkt gibt, an welchem ich irgendwie unzufrieden werde. Wenn ich zum Beispiel gerade in Hamburg sitze und XY in der Welt herumjettet, bekomme ich so ein unzufriedenes Gefühl. Stattdessen: Inspirationen holen und danach direkt den nächsten Auslandsaufenthalt planen. Dann hat man auch etwas, worauf man sich freut 🙂

7 comments

  1. Maj-Britt

    Schön, dass du deine Gedanken mit uns teilst Vicky! Mir hilft es am meisten, wenn ich schöne Dinge mache z.B in ein Café gehe oder mir einfach etwas Gutes tue, wenn ich negative Gedanken habe.

    Liebe Grüße,
    Maj-Britt

    https://majstatement.com/

    Ps: Sei froh, dass du nicht zu Schoki greifst, ich fühle mich danach immer viiiiel schlechter...;D

    Antwort

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