Der Weg von mir weg war ein Weg zu mir

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An dem Punkt angekommen, dass ich meine inneren Dämonen besiegt und Frieden geschlossen habe, war nicht die "Erleuchtung" zu finden, sondern ein Gefühl von Leere. Ein Text darüber, wie ein Mode-Event zu einer schicksalhaften Begegnung geführt hat und warum ich umdenken musste...

AM ZIEL ANGEKOMMEN WIRD WEDER GEJUBELT NOCH 'NE KONFETTIKANONE GEZÜNDET

Ist das nicht zynisch? Da arbeitet man jahrelang auf etwas hin und am Ziel angekommen wird weder gejubelt noch 'ne Konfettikanone gezündet. Man steht eher wie an einer Klippe – ein Abgrund, der sich nach der Spitze eines Berges auftut, den man jahrelang mit Schweiss und Tränen beklommen hat. Und statt eines Rasthofes mit flauschig weichen Kopfkissen und leckerem Essen ist da einfach: Nix!

EIN GEFÜHL VON LEERE UND DER WUNSCH NACH EINEM "WEG"

Die Jahre vergingen, die Sorgen waren mal kleiner, mal größer. Ich habe mich freigeschwommen, habe mir eine Stärke und ein Selbstbewusstsein aufgebaut, die ich schon immer besitzen wollte. Und da war es auf einmal: Ein Gefühl von Leere und dem Wunsch nach einem "Weg". Sprich: Ich habe meine Dämonen (Ängste, Zweifel etc.) verflucht und dagegen angekämpft. Aber als sie weg waren und diese mich nicht mehr blockierten, hat mir auf einmal auch die Aufgabe gefehlt.

Es sollte alles unerwartet anders kommen...

Ich war wie so oft in meiner beinahe achtjährigen Blogger-Karriere auf einem Event eingeladen. Und dieses Event hat den Stein ins Rollen gebracht. Von vorne: Anfangs haben wir meditiert, da habe ich mir noch kichernd Blicke mit meiner Blogpartnerin Enita zugeworfen. Danach haben wir mit geschlossenen Augen getanzt, was auch etwas weird war. Aber irgendwie konnten wir daran Gefallen finden. Und dann kam der Überraschungsgast: Eine Kartenlegerin. Ich so zu Enita mit angdeutet rollenden Augen: "Ohnee, das mach' ich nicht."

Einerseits kennen wir alle diese Geschichten, bei bei denen das ganze eher Richtung Scharlatanerie geht. Andererseits schwingt trotz dessen eine gewisse Angst mit, sie könne etwas Unschönes sagen und man arbeitet unterbewusst darauf hin. Ihr kennt solche Gedanken sicher.

AB JETZT WIRD'S WEIRD...

So, ab jetzt wirds weird. Denn ab jetzt kann ich euch nur sagen, wie es war, ohne euch Beweise zu liefern: Ich saß also bei der Kartenlegerin, habe mit ihr vorher nicht über mich und mein Leben gesprochen und sie hat die Dinge einfach beim Namen genannt. Sie hat sowohl gesehen, was war, hat Charaktere absolut treffend beschrieben (auch nicht schwammig oder so, dass sie je nach Auslegung auf jeden passen könnten a la HorosKop-Style). Soweit so gut. An diesem Punkt war ich schon mächtig beeindruckt und habe meinen Mund gar nicht mehr zubekommen. Woher weiss sie das? Wie kann sie das aus einem stinknormalen Kartenspiel herauslesen? Sie hat auch Dinge gesagt, die passieren sollen. Allerdings kann ich euch hierzu natürlich nicht sagen, ob sie stimmen oder nicht. Denn passiert sind sie noch nicht. Allerdings hat sie die Gabe gehabt, mir vergangene und bestehende Beziehungen zu Menschen genau zu analysieren, Gründe für Trennungen genau zu benennen und zu beschreiben, woran der Mensch selbst gerade "knabbert".

EIN INNERES GEFÜHL VON FESTIGUNG UND VERTRAUEN

Witzig, ich weiss noch, wie ich damals super kritisch meine Ma geäugt habe als sie mit ihren Engelskarten ankam und mir was von einer Kartenlegerin erzählte. Es war ein Gefühl aus Interesse und Verstörung. Allerdings habe ich dann irgendwann den gedanklichen Weg eingeschlagen, den wohl viele gehen: Ich habe es abgetan und mich für diese Esoseite meiner Ma geschämt. Und es ist komisch aber wahr – seitdem ich selbst diese fast schon schicksalhafte Begegnung mit der Kartenlegerin gehabt habe, habe ich ein inneres Gefühl von Festigung und Vertrauen, dass alles gut wird. Klar, weiß ich nicht, ob irgendetwas eintreffen wird. Und genauso wenig glaube ich zu 100% daran. Aber aus irgendeinem Grund hat mich dieser Moment der Relfexion im Zwiegespräch beeindruckt. Habt ihr schon Begegnungen solcher Art gehabt? Und was haltet ihr von Spiritualität?

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