Ich bin dann mal offline

digital detox, offline, blogMüssen wir durch das Übermaß an Erreichbarkeit und dem Überangebot an Informationen irgendwann daraus fliehen? Als Bloggern bin auch ich eine Person, die die Welt mit Infos füttert – für einige relevanter, für andere weniger. Aber ich stehe mit vielen anderen auf dem digitalen Marktplatz und schreie unentwegt: "Hier bin ich!" Doch jetzt ist Schluss. Für ein paar Tage schalte ich alles aus und bin – ich traue es mich gar nicht zu tippen – OFFLINE!

ES IST ERSCHRECKEND WIE ABHÄNGIG MAN VON SEINEM DIGITALEN ICH IST

Ich wache morgens auf und gucke sofort auf mein Telefon, ich gehe abends zu Bett mit Telefon in der Hand. Ich checke kurz vorm Schlafen routinemäßig noch einmal alle Kanäle, ob ich eure Nachrichten beantwortet habe (oder ich entschuldige mich für die, die ich übersehen habe), ob der Post gleich wirklich richtig getimt ist und tippe ins Handy die To Do-Liste für den nächsten Tag. Im Trott liebe ich all das. Die Erreichbarkeit, das "Live"-Sein, der Austausch mit euch, das Offenbaren meiner Gedanken und was ich den ganzen Tag so erlebe. Ich habe einen Blogger-Alltag und finde es toll! Allerdings gibt es wie bei allem auch eine Kehrseite. Denn reflektiert betrachtet, ist es durchaus erschreckend, wie sehr man als Blogger von seinem digitalen Sein abhängig ist. Und diese Abhängigkeit möchte ich durchbrechen, indem ich mich bewusst für's Abschalten entschließe. Raus aus der Erreichbarkeit. Könnte ein Handy festwachsen, wäre es das sicher schon an mir. Aber ehe das passiert schalte ich es aus und lege es weg.

WERDE ICH DEN VERZICHT ALS NEUE MÖGLICHKEIT ERFAHREN?

Ich bin gespannt, ob ich den Offline-Status wie die zwei letzten Male Digital Detox als Befreiung und Bereicherung empfinde. Und ob ich den Verzicht als ganz neue Möglichkeit wahrnehme – nicht als Einschränkung. Ich werde definitiv zu Notizblock und Stift greifen und ein Tagebuch schreiben. Allerdings habe ich schon immer ungern mit dem Stift geschrieben und war in der Grundschule das einzige Mädchen mit schlechter Handschriftnote. Aber solange das die einzige Herausforderung in einer Offline-Welt voller Eindrücke und Möglichkeiten sein wird, kann ich den nächsten Tagen entspannt gegenüberstehen ;o)

4 comments

  1. Annika

    Ich war auch schon öfters mehrere Tage offline weil ich mein Internet Anbieter gewechselt habe und die ein reibungslosen Wechsel versäumt haben. Die ersten paar Tage wusste ich nichts mit mir anzufangen. Aber je länger ich offline war umso einfacher wurde es. Erstaunlich ist das man viele Hausarbeiten etc. erledigt bekommt. Man lässt sich schlicht weg weniger ablenken.

    Ich kann es jeden empfehlen einfach mal ein paar Wochen offline zu gehen. Es tut einem wirklich gut! Man kann anfangs ja auch nur mit ein paar Tage starten und immer mal wieder die Zeit erhöhen.

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    1. Vicky

      Es wird tatsächlich einfacher und man genießt seine neue "Freiheit". Eigentlich total absurd, da so ein Telefon mit Internetzugang ja viele Freiheiten mit sich bringt aber man dadurch total abhängig davon wird und sich dadurch selbst wieder im Umkehrschluss einschränkt. Verrückt..

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    1. Vicky

      Ja, total krass, wie sehr man dieses Gerät in seinen Alltag integriert hat. Fluch und Segen zugleich... 🙂

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