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Du bist Blogger?? Pfff…

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Ich habe einen Berufsweg gewählt, der bei vielen im ersten Moment ein verächtliches Schmunzeln hervorruft. Mode! Was ist das schon?! Oberflächlich!

Mode-Journalistin zu sein gilt nicht gerade als richtig wichtig. Ist es sicher auch nicht. Es gibt wichtigeres im Leben, klar. Aber was soll das heißen? Dass ich hätte Ärztin werden sollen, obwohl ich eine andere Leidenschaft habe? Das wäre ja auch total Banane gewesen.

Als ich angefangen habe zu bloggen, ist mir schnell aufgefallen, dass es sehr viel mehr ist, als den ganzen Tag shoppen zu gehen und hübsche Fotos von sich ins Netz zu stellen. Es gehört viel Ausdauer, Disziplin, Ideenreichtum und Mut dazu. Für einen Job zu brennen ist außerdem wohl eines der schönsten Gefühle überhaupt. Obwohl viele einen wichtigen und handfesten Job ausüben, treffe ich gefühlt nur selten Menschen, die wirklich mit Begeisterung über ihren Job erzählen. Viel zu oft habe ich das Gefühl, jemand studiert Jura oder Medizin, um den Ansprüchen der Familie und des Umfeldes gerecht zu werden, um ein Bild zu erfüllen, das sie von sich haben oder aber weil sie einfach keine Leidenschaft und keinen Mut besitzen, ihren Traum zu erfüllen. Das würde ja bedeuten, Risiken einzugehen, sich rechtfertigen zu müssen. Vor anderen mit Bestimmtheit zu sagen: "Ich gehe jetzt diesen unsicheren Weg und habe evtl. nicht mal jemanden, der mich supportet, ich mache das alles alleine. Und ich verdiene nicht safe jeden Monat Summe X, sondern mache meinen Blog und riskiere, den ganzen Monat nur Haferflocken essen zu können", das bedeutet mutig sein. Denn wenn man noch keinen Erfolg hat, seid sicher, findet ihr sehr viele Kritiker. Wie oft habe ich hintenrum abwertende Stimmen über das was ich tue gehört? Unzählige Male!

Wie auch immer. Man sollte jetzt nicht Hals über Kopf einen Blog machen, obwohl man dafür brennt, Menschen zu helfen oder Tiere zu verarzten. Es geht mir nur ums Brennen und Mutig-Sein. Sonst wird man irgendwann zu einem Schatten seiner Selbst, gesteuert durch das, was man sich einbildet, sein zu müssen. Man rennt einem Ideal hinterher, das andere geschaffen haben. Aber man wird nie ankommen, weil es nicht das eigene Ideal ist. Sondern das von anderen.

“So many people walk around with a meaningless life. They seem half-asleep, even when they’re busy doing things they think are important. This is because they’re chasing the wrong things. The way you get meaning into your life is to devote yourself to loving others, devote yourself to your community around you, and devote yourself to creating something that gives you purpose and meaning.” - Tuesdays with Morrie

15 comments

  1. Esra

    JA!! GENAU!! Genau das ist das Thema, was mich auch zur Zeit sehr beschäftigt. Und da ich bei Shopping Queen mitmache, werde ich zumindest versuchen, dieses Thema den Leuten nahezubringen.
    Ich bin zwar nicht hauptberuflich Bloggerin, würde das aber liebend gerne weiter ausbauen. Denn ich LIEBE Bloggen, auch wenn das nicht immer (wie du auch sagst) nur Spaß ist.
    Aber man hat eine Plattform, auf der man sich austoben kann, wie man möchte, sich kreativ betätigen und verbessern und auch mal ernstere Themen ansprechen und eine Leserschaft erreichen, vielleicht auch etwas Positives bewirken (wie mehr Umweltbewusstsein etc).
    Danke für den tollen Post!
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

  2. Jacky

    Ich find deinen Artikel klasse! Es ist einfach schade, wenn jemand nicht dem nachgeht, für was sein Herz wirklich schlägt. Du kannst dich glücklich schätzen, dass bei dir alles so gut klappt.

    Liebe Grüße Jacky

  3. Jenny

    Ich stimme dir bei jedem Wort zu. Ich habe mich nach meinem Studium als Beauty-Journalistin selbstständig gemacht und führe auch nebenbei meinen Blog. Viele Leute unterschätzen die Arbeit die hinter der Projektsuche, dem Schreiben, der Ideenfindung etc. steckt und denken wir würden den ganzen Tag nur zu Hause sitzen in der Vogue blättern und uns schminken (bzw. Shoppen gehen). Dabei ist es wirklich hart gerade am Anfang die Summe einzubringen, die im Endeffekt die Miete deckt aber wenn man mit Leidenschaft dabei ist, geht man dieses Risiko einfach gern ein. LG Jenny

  4. Elsa

    Ich finde du steckst dich manchmal selbst in eine Schublade. Mach dir doch nicht immer so viele Gedanken über alles.
    Stell deinen Beruf doch nicht auf andere Ebenen wie den eines Arztes oder einer Juristin. Somit vergleichst du und wertest du - das musst du doch gar nicht!

  5. ygp

    Ich stimme dir bei jedem Wort zu. Ich habe mich nach meinem Studium als Beauty-Journalistin selbstständig gemacht und führe auch nebenbei meinen Blog. Viele Leute unterschätzen die Arbeit die hinter der Projektsuche, dem Schreiben, der Ideenfindung etc. steckt und denken wir würden den ganzen Tag nur zu Hause sitzen in der Vogue blättern und uns schminken (bzw. Shoppen gehen). Dabei ist es wirklich hart gerade am Anfang die Summe einzubringen, die im Endeffekt die Miete deckt aber wenn man mit Leidenschaft dabei ist, geht man dieses Risiko einfach gern ein. LG Jenny.

  6. lolaaa.de

    Hallo, nun da will ich unbedingt auch was sagen. Ich bin seit einigen Jahren selbständig und es gab Zeiten da wusste ich nicht wie ich meine Miete zahlen werde. Und dann gab es auch Zeiten da hatte ich zu viel kann mann sagen, ob wohl mann nie zu viel hat, eigentlich haha. Ich mein halt besser verdient. Aber seit ich mich selbstständig gemacht habe wollte ich nie was anderes machen. Selbständig heisst für mich FREIHEIT und Lebensqualität. Du musst nicht viel verdienen aber dein Geld selber zu verdienen ist ein Gefühl von Freiheit. Viele meinen wen sie in eine Firma arbeiten gehen sind sie auf dem richtigen weg. Nur leider stimmt das nicht und genau diese menschen sind Opfer des Systems. Jeden Tag in die gleiche Firma arbeiten gehen ist keine Freiheit. Aber die meisten menschen haben Angst es selber zu probieren ihr eigenes Leben in die Hand nehmen und Risiken eingehen. Deshalb wirst du immer und vor allem wen du richtig erfolg hast Neider haben und die die hinter deinem Rücken reden. Es gibt ein Spruch den habe ich in einem Buch für selbständige gelesen. Der geht so: Wen du als selbständiger es nicht schaffst, dann gillst du als Versager. Wen du es aber schaffst dann bist du ein Arschloch. Egal was mann macht kann man richtig erfolgreich werden, egal was. Deshalb über Mode zu berichten und Fotos zu machen ist ein toller Job, da gehört eine Menge dazu. Ich finde deinen Blog toll, und wünsche dir viel Erfolg für die Zukunft.
    Lolaaa von http://www.lolaaa.de

  7. Valeria Anna

    Ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt und liebe ihn jetzt schon! Und dass du dann gerade noch ein Zitat von "Dienstags bei Morrie" wählst, macht die ganze Sache perfekt ;).

    Liebe Grüße,
    VA

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