Diary

Ich bin Öko – zumindest so’n bisschen

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Kaufen, konsumieren, wegwerfen – so tickt unsere Gesellschaft momentan. Ich achte darauf, nicht übermäßig zu konsumieren, nicht zu viele umweltbeslastende Dinge zu essen und so oft wie es geht mit der Bahn oder mit dem Rad zu fahren. Außerdem schleppe ich zu 99% der Zeit einen Jutebeutel oder eine alte Plastiktüte mit mir rum, damit ich mögliche Einkäufe nicht in einer neuen Plastik- oder Papiertüte verstauen muss.

Warum erzähle ich euch das? Zum einen hat mich Joleenas Post gestern daran erinnert, dass ich echt öfter wieder zum Thema Nachhaltigkeit Stellung beziehen sollte, obwohl ich diesbezüglich absolut nicht perfekt bin! Aber wenigstens versuche ich, bewusst zu leben. Stellungbeziehen ist schwer, da die meisten Menschen Perfektion erwarten, obwohl sie selbst meilenweit davon entfernt sind.

Zum Anderen schreibe ich über das Thema, da ich hier ein Shirt eines Labels trage, das sich auf die Fahne geschrieben hat, nachhaltig zu produzieren. Bei "Hafendieb" wird sehr großen Wert darauf gelegt, dass alle angebotenen Artikel fair gehandelt und ressourcenschonend produziert sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Einbeziehen von Menschen mit Behinderung, die die Marke bei der Produktion unterstützen.

Ich denke, es gibt viele Menschen da draussen, wie mich und Joleena, die etwas beitragen möchten, um die Welt besser zu machen, um nicht einfach zu konsumieren und zu verschwenden. Sie trauen sich aber nicht, damit groß hausieren zu gehen, eben weil die Resonanz so erstaunlich schlecht ist und man sich nur noch in Rechtfertigungen wieder findet. Ich möchte mit diesem Post genau diese Leute aufrufen, dazu zu stehen, dass sie sich Gedanken machen und verantwortungsbewusst sind – aber eben nicht immer. Genau euch möchte ich ermutigen! Ihr, die sagen: "Hey, ich bin nicht perfekt. Ich esse auch mal ein gutes Stück Steak im Restaurant oder fliege auch mal eine Langstrecke, achte aber im Alltag auf meinen ökologischen Fußabdruck!". Seid stark und denkt daran: Nachhaltigkeit ist die Zukunft, denn Ressourcen sind begrenzt.

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16 comments

  1. Mici

    ich find das auch irgendiwe komisch - sobald sich jemand dazu entschließt mehr in richtung Nachhaltigkeit zu gehen, wird irgendwie absolute perfektion erwartet... direkt 100%, anstatt zu sehen, dass 80% auch toll sein können. schließlich hilft jeder kleine Beitrag.. jedes "Wasser abstellen beim Zähne putzen oder Haare einshampoonieren"... genau so wie jede vegetarische, statt fleischhaltige Mahlzeit hilft und jeder Papier - anstatt plastikbeutel...

    mir sind leute lieber, die "versuchen"... als die, die einfach gar nichts machen :/ vielleicht, weil ich selbst jemand bin, der die ganze Zeit versucht =)

    LG

  2. Kucki

    Das leidige Thema der Rechtfertigung kenne ich. Mir geht es am häufigsten mit der veganen Ernährung so. Ich habe aber aufgehört darüber zu diskutieren. Ich habe in meinem Instaprofil @denisekucki einfach ein Bild von meinem liebsten Teil aus dem Shop gepostet.

  3. Kasia

    Wow! Wirklich wahre worte! Und ja, es wird leider echt viel zu wenig darauf eingegangen. Die meisten denken an solche Kleinigkeiten im Alltag nicht..

    Ganz liebe Grüße!
    Ps: ich schau mich mal im shop um 🙂

  4. Annika

    Du sprichst mir aus der Seele! Wie oft habe ich schon gehört: "Jaja, Naturkosmetik benutzen aber dann in dem und dem Klamottenladen kaufen". Aber es kann doch nicht die Lösung sein, dann gar nichts zu tun. Wenn sich jeder nur in einem kleinen Bereich engagieren würde, z.B. den oben genannten Jutebeutel nutzen, dann wäre das doch schon mal was.
    Bei Instagram als @themuffintopless habe ich übrigens auch bei deinem Gewinnspiel mitgemacht. Coole Sache!

    Liebe Grüße,
    Annika

  5. beccs@ruhrstyle

    Ach, du bist auch so ein Weltverbesserer? 🙂
    Nein, Spaß beiseite...Ich kenne sehr gut was du hier beschreibst.

    Ich esse vegetarisch, engagiere mich im Tierschutz (Mittlerweile habe ich zwei Hunde und vier Katzen 🙂 ) und ich kaufe oft second Hand. Was meinste, was ich alles zu hören bekomme. Vor nicht allzu langer zeit war ich auf einer Demo gegen das sinnlose abschlachten von Straßenhunden in Rumänien. Glaub nicht, dass dazu mal jemand etwas positives sagt. Eher kommen Sätze wie: Hier sind auch genug Hunde im Tierheim oder Bist du bescheuert? Bei so einer Kälte stellst du dich dahin?

    Aber der beste Satz ist immer wieder: Das bringt doch sowieso nichts!

    Und natürlich suchen solche Leute etwas, dass sie an dir bemängeln können. Schließlich haben sie wegen dir "Gutmensch" ein schlechtes Gewissen! Entweder rechtfertigen sie sich nun oder aber sie wollen dich in Verlegenheit bringen, indem sie dir eben diese blöden Fragen stellen. Und die zweite Variante ist leider die leichtere!

  6. Esra

    Echt seltsam, wie Joleena schon sagt... Wer NIX macht, wird in Ruhe gelassen. Wer EIN BISSCHEN was versucht, wird fertiggemacht. Wo ist da die Logik bitte???
    Ein bisschen ist doch besser als nix??
    Tolles Outfit, vor allem der Mantel ist saugeil :)) Und die Fotos <3 <3 <3
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

  7. Julia

    Liebe Vicky,

    Dein Beitrag fasst auch meine Erfahrungen gut zusammen.Ich musste mir z.B. die Frage stellen lassen, warum Vegetarier die Ideen der Fleischesser einfach nachmachen - also Würste, Steak, usw. Veggies sollten sich doch bitte was Eigenes ausdenken?! Ist klar!
    Klassiker: http://graslutscher.de/guten-tag-ich-hatte-gerne-2-kilo-sojahack-in-oktaeder-form-bitte/

    Niemand kann alleine und sofort die Welt retten - wenn aber jeder einzelne Mensch ein bisschen was dafür tut, eben so, wie es ihm möglich ist, dann ist das großartig: So kommen wir gemeinsam dem Ziel schon sehr viel näher!

    Ich versuche seit einigen Jahren, nach der buddhistischen Sichtweise zu leben, daraus resultierten für mich eine nachhaltigere Lebensweise, vegetarische und (fast) vegane Ernährung und auch für meine persönlichen Werte einzustehen. Diese Ziele habe ich mal mehr mal weniger konsequent verfolgt, aber vor allem habe ich sie nie aus den Augen verloren, mich immer wieder daran erinnert.
    Der Dalai Lama rät in Bezug auf Konsequenz und Durchhaltevermögen (frei zitiert): "Just try! And then try again." Nie aufgeben, nicht entmutigen lassen, einfach weiter machen und einen neuen Versuch starten - dann klappt es irgendwann mit der Nachhaltigkeit und mit allen anderen Zielen auch! 🙂

    Vicky, Du hast Deine Ziele auch stets verfolgt (seit unserem gemeinsamen Praktium beim Radio ;-)) und ich bin beeindruckt, was Du geschaffen und erreicht hast!

  8. Jasmin

    Du hast absolut Recht! Ich finde es schade das die Hetze so schnell und so groß ausbricht bei diesem Thema, das schreckt Unentschlossene nur ab sich ein bisschen bewusster, nachhaltiger, fairer oder was auch immer mit ihrem Konsum-/Kleidungs- und oder Essverhalten auseinanderzusetzen. Dabei ist es doch etwas gutes und jeder kleine Schritt ist mehr wert als gar nichts und ich finde man darf auch nicht vergessen, wir sind alle nur Menschen, die in eine bereits bestehende Konsumgesellschaft hinein geboren wurden, das ist keine Entschuldigung aber eine Erklärung warum man (oder nicht jeder, manche schaffen das ja sogar!) nicht direkt von heute auf morgen alles umzukrempeln! Niemand ist perfekt, aber an sich arbeiten ist auch nicht verkehrt! Schön, dass du das Thema so ehrlich ansprichst 🙂

    Hafendieb sieht ziemlich vielversprechend aus, danke für den Tipp! Über den Gewinn würde ich mich natürlich auch freuen 😀
    Liebste Grüße!

  9. Maya

    Hey Vicky,

    gut geschrieben und recht hast du! Mir ist es gar nicht so ganz bewusst gewesen, dass Leute die ein bisschen was versuchen, echt immer so blöde Kommentare erhalten. Aber es stimmt tatsächlich. Beim Lesen wurde es mir immer bewusster. So was ist traurig.
    Ich bin auch ein Stoffbeutel, nicht so viel Fleischesser und Radeltyp.. Habe auch versucht vegetarisch zu leben, aber hat nicht ganz geklappt. Bei ab und zu Fleisch essen muss man sich dann aber auch immer rechtfertigen.

    Die Leute sollten aufhören sich in andere Leben einzumischen und selber mal den Poppes hoch bekommen!
    Die Kommentare der anderen Leser finde ich auch echt interessant zu diesem Thema. Da konnte ich oft nur zustimmten.

    liebe Grüße Maya

    PS: witziges Capi hast du da an 🙂

  10. Theresa

    Ich finde es super, dass du dieses Thema ansprichst. Wenn jeder Mensch nur einmal die Woche auf Fleisch verzichtet, könnte die Massentierhaltung abgeschafft werden. Es kommt also nicht darauf an wie extrem man etwas tut, sondern DAS man etwas tut. Egal ob es nur eine Kleinigkeit ist, wie eben nur einen Tag auf Fleisch zu verzichten. Wenn jeder sich denken würde, ich alleine kann damit nichts veränderen liegt er falsch. Denn wenn jeder so denkt, würde sich gar nichts tun. Die Veränderung liegt in jedem einzelnen von uns!
    Danke auf für die Vorstellung des "öko-labels"
    Viele Grüße Theresa

  11. ju.tta

    Ich denke, es dürfte kaum jemanden geben, den dieses Thema kalt lässt: Stellt Euch vor, wir selbst müssten die Tiere schlachten, die wir essen. Wir selbst müssten für einen Hungerlohn unter unmenschlichen Bedingungen T-Shirts nähen. Wir selbst müssten Tierversuche durchführen, das Meer vergiften, unsere Kinder auf Müllhalden Metall suchen lassen. Unser Gewissen ist zwar in Alarmbereitschaft, aber es wird uns so leicht gemacht, zu vergessen. Das ist für mich der erste Schritt: Nicht vergessen. Alles andere folgt mit der Zeit. In diesem Sinne: Danke für diesen Beitrag!

  12. Bonny

    Liebe Vicky, ähnlich ist es bei mir. Mir gefällt das Schwarz-Weiß-Denken gar nicht, da man es sich auf diese Weise doch viel zu leicht macht. Lederschuhe sind meiner Meinung nach auch langlebiger, werden eher noch in Europa produziert und müssen nicht aus Fern-Ost zu uns geschippert werden. Es ist ja auch nicht damit getan, Synthetik Schuhe zu kaufen, da der Schuhkleber oft nicht tierfrei ist... Mir fällt es auch nicht leicht, immer die richtige Konsumentscheidung zu treffen, ich bin nicht vegan, renne gern zu H&M. Finde aber auch nicht, dass es damit getan ist, die nächst höhere Preislage von Mainstream Marken zu kaufen, da hier oft in ähnlichen Fabriken produziert und um Preise gekämpft wird. Nachhaltig ist für mich auch das Investieren in zeitlose Klassiker, gute Qualitäten und keine Wegwerf-Attitüde. Zu Primark pilgern und viel für wenig kaufen ist nicht meine Welt. Spaß macht auch Kleiderkreisel, so leben meine Schätze in anderen Kleiderschränken weiter.

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