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Diary

2019 | Einsichten und Konsequenzen für das neue Jahr

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Diese Preview auf 2019 bringt alles auf den Tisch, ich lasse die Bombe platzen und ich werde 2019 mit einem Cut anfangen. Dieser Text beinhaltet das schon 2018 stetig anhaltende Gejaule von mir und lässt mich unfassbar undankbar fühlen – Aber ich fühle, dass das jetzt raus muss und ich teile euch auch meine Konsequenzen mit. Los geht's...

Diese anhaltende Unruhe 2018 lässt mich zweifeln - an allem!

Ich habe schon seit einigen Monaten diese Unruhe in mir und dass – obwohl ich meinen absoluten Traum lebe, blogge, reise, davon lebe und das mit meiner besten Freundin – irgendetwas in mir nicht ankommen will. Ich suche, ich bin unzufrieden und ich brauche Antworten! Was ist los, Viktoria?? "Sei doch einfach happy", höre ich meine innere Stimme den brodelnden Vulkan in mir besänftigen.

Ich lasse die Bombe jetzt platzen

Ich lasse die Bombe jetzt platzen, einige haben sogar schon auf Social Media Detektiv gespielt: Ihr wisst ja, dass ich meinen Blog seit über acht Jahren schreibe. Seit gut zwei Jahren mache ich dies hauptberuflich mit einer meiner engsten Vertrauten zusammen. Ab 2019 werde ich ohne Enita an meiner Seite weitermachen.

Was ist passiert?

Ich möchte euch hier keinen Text schreiben á la "Alles ist supi". Es gab die Einsicht, dass die Selbständigkeit echt herausfordernd sein, Freundschaften auf den Prüfstand stellen kann und die Schlussfolgerung, dass Enita lieber wieder in die Festanstellung wechseln möchte.

Manchmal müssen Dinge zerbrechen, um etwas Neues daraus zu basteln

Ich sehe den Austritt von Enita einerseits als persönliche Niederlage. Weil natürlich – und alles andere wäre einfach gelogen – auch unsere Freundschaft unter dem Modell 24/7 Arbeit und dem privaten Spagat von Zeit zu Zeit strapaziert wurde. Andererseits – und das ist viel wichtiger und super wertvoll – sind wir auf anderen Ebenen fester zusammengewachsen. Manchmal muss eben alles raus oder auch zerbrechen, um daraus etwas wunderschönes, neues zusammenzubasteln.

Das Hobby zum Beruf zu machen wirft auch seine Schatten

Ich scrolle mich durch die Bilder auf den sozialen Kanälen und denke nur so: Warum fühlt sich diese Welt so falsch an? Das Hobby zum Beruf zu machen ist ein Geschenk. Doch diese Sonnenseite wirft eben auch ihren Schatten. Ich habe stark mit Social Media gefremdelt. Bin ich nach acht Jahren Bloggen vielleicht einfach zu alt für diesen Scheiß? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass ich diesen Cut mit Enita nun zum Anlass nehmen werde, zurückzutreten, Dinge auf den Prüfstand zu stellen, meinen Reiseplan zu konkretisieren, obwohl ich echt 'ne Scheißangst habe, alleine loszuziehen. Doch sobald ein tolles Angebot um die Ecke biegt, bin ich weg und lasse den Blog einfach mal das sein, was es ist: Etwas fiktives im Internet. Ich will real, ich will kein Handy, ich will keinen Moment nur einen Gedanken daran verschwenden, ihn unbedingt fotografieren zu müssen.

Nein, nein, nein!

Leben, lieben, essen, schlafen, lesen, schwimmen, fühlen, atmen, neu ordnen

Denn nach den emotionalen Strapazen im hinter uns liegenden Jahr, worüber ich bereits berichtet habe und jetzt noch die unschöne Krönung des Ganzen, dass Selbständigkeit nicht für jedermann gleichermaßen beflügelnd ist, sondern auch belastend sein kann, gehe ich nun meinen Weg wieder alleine. Weiter selbständig aber erst einmal drücke ich die "II"-Taste.

Ich nehme Reißaus aus dieser Welt, hinein in die richtige Welt auf der Suche nach einem Stückchen mehr Realität im Herzen.

Wohin es Enita verschlägt, werden wir sehen. Ihr werdet natürlich noch ein bisschen was von mir hören, aber erst einmal geht's into the wild und ich trete einen großen Schritt zurück und betrachte diesen Mode-Zirkus aus sicherer Entfernung. Ein Zirkus, den ich so lange so geliebt habe aber der sich von einem strahlend warmen Lächeln in eine komisch anmutende Fratze verwandelt hat, je näher ich ihr gekommen bin. Ich nehme Reißaus aus dieser Welt, hinein in die richtige Welt auf der Suche nach mir selbst und einem Stückchen mehr Realität im Herzen. Ich will Gutes tun. Ich will meine Reichweite dafür nutzen. Und ich muss die Antworten finden, deren Fragen mich 2018 nonstop beschäftigt haben.

Ich fühle mich befreit und schlecht zugleich

Und nach wie vor komme ich mir unfassbar undankbar vor, so zu reden. Denn was wir hatten, davon träumen viele: Trotz Verpflichtungen sich alle Freiheiten nehmen zu können. Und das mit seiner besten Freundin an den schönsten Orten der Welt zu teilen. Doch das ist jetzt der Weg, den wir gewählt haben. Und ich fühle, dass es richtig so ist und es gut so sein wird. Ich sehe diese Phase wie alle Krisen als Möglichkeit dazuzugewinnen, zu lernen, zu wachsen, meine Komfortzone zu dehnen und danach schlauer, dankbarer und gütiger zu sein, mit Liebe im Herzen und Weisheit schöpfend aus den Erinnerungen, die ich gesammelt habe.

2019: Ich drücke auf Reset!

Dinge verändern sich, man bleibt stehen oder zieht weiter. Menschen ändern sich. Oder sie bleiben die selben. Man selbst lernt aus Fehlern oder eben auch nicht. In jedem Fall ist es so, dass es Wegbegleiter gibt – auf längeren Pfaden oder nur kurzen Wegen. Irgendwann kommen Abzweigungen und die Wege trennen sich, finden wieder zueinander oder kreuzen sich nie wieder. Ich habe bereits an meinem Geburtstag darüber berichtet, dass dieses Jahr für mich vieles auf den Prüfstand gestellt hat: Alte Freundschaften waren auf einmal vorbei, neue Menschen kamen in mein Leben und auch ich war mein eigener größter Kritiker wie selten zuvor.

Es gibt diese Phasen, die einen grübeln lassen, in denen es keine neue Inspiration gibt. Dieses Jahr ist so eine "Phase". Es schlaucht mich, es bringt mich emotional an Grenzen und übt Druck aus. Doch steter Druck ist nicht unbedingt andauernd negativ. Während er am Anfang noch schmerzt, weitet er langsam die persönlichen Grenzen. Am Anfang herrscht ein Unbehagen, das am Ende dafür sorgt, dass die Komfortzone sich weitet.

Ich werde mich zurückziehen, beobachten, Ruhe einkehren lassen. Die letzten Wochen habe ich mir bereits mehr Zeit genommen. Für mich, zum Grübeln, zum Neusortieren. Es wird wohl Ende Januar losgehen und solange werde ich auch noch da sein. Bestimmt etwas weniger so wie in den letzten Wochen. Ich lasse es laufen und höre auf mein Gefühl. Mal sehen, wann ich es nicht mehr aushalte, mich die Muse küsst und ihr mir fehlen werdet. 🙂

5 comments

  1. The stylish ducK

    Das ist ein großer Schritt, aber wie du schon geschrieben hast, muss man manchmal etwas zerbrechen damit man vorankommt. Ich bin mir sicher, du findest deinen Weg ❤️ Lg Carina / The stylish duck

    1. Vicky

      Ich danke dir für deine Worte - und es ist ja alles offen. Ich möchte einfach die Gelegenheit nutzen, um zurückzutreten und zu schauen, was mein Herz mir sagt 🙂

  2. HilDe

    Liebe Vicky!
    Ich denke, dass nicht viele die emotionale und sachliche Distanz (und Nähe) zu seinem inneren pflegen und diese kanalisieren können. Und: dass du mit dieser Unruhe, die dich antreibt bestimmt die Ruhe und Ausgeglichenheit findest die dir momentan fehlt ❤️

    1. Vicky

      Das denke ich auch und diese Ruhe und Distanz werde ich definitiv nutzen, um zu schauen, wie der Weg sein wird. 🙂

  3. Edyta

    Es ist schade, wenn sich Wege auf bestimmte Art und Weise trennen, dennoch muss es nichts schlechtes sein, so wie du schon sagtest.
    Ich wünsche dir und Enita weiterhin viel Erfolg und ein besseres Jahr als es das letzte war.
    Vor allem auch, dass du zu dir findest und den für dich richtigen Weg gehst.
    Liebste Grüße

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