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Montags-Motivation | #3 Drei Beziehungstypen

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Ob ihr euch in einer Beziehung befindet, als Single unterwegs seid oder frisch verliebt die rosarote Brille tragt – es kommt oft der Punkt, an welchem der Austausch komplizierter wird als er sein sollte. Und was tut man dann? Spricht man alles offen an? Vergrault man den anderen damit? Oder ist das die einzig richtige Strategie, um langfristig mit Liebesglück gesegnet zu werden? Braucht man, wenn es denn wirklich "passt", überhaupt eine solche Strategie? Und warum scheitern zwischenmenschliche Beziehungen manchmal schon, ehe sie überhaupt angefangen haben?

Amir Levine und Rachel S.F. Heller beschreiben in ihrem Buch "Attached" drei Beziehungstypen, denen jeder von uns zuzuordnen ist.

Was genau die drei Beziehungstypen mit diesen grundsätzlichen Fragen einer jeden Beziehung zu tun haben und welche spannenden Erkenntnisse ich aus dieser Kategorisierung ziehen konnte, verrate ich euch in der heutigen Montags-Motivation auf VICKYWANKA.com.

"ATTACHED": DIESES BUCH HAT ALLES VERÄNDERT

Beim Swipen durch Insta-Stories bin ich bei einer Story hängen geblieben. Eine Influencerin erzählt, dass dieses Buch ihr Leben verändert hätte. Ist das etwa wieder eine dieser zahlreichen Plattitüden und Übertreibungen auf Social Media? Ich mache einen Screenshot und lade mir eine Leseprobe auf's Handy. Das Buch, dessen Cover ich nun digital vor mir sehe, heißt "Attached". Auf 489 Handybildschirm großen Seiten wird anhand von drei Beziehungstypen beschrieben, wie sich jeder von uns einordnen lässt, welche Merkmale für die Typen "Secure" (steht für den "sicheren" Beziehungstyp), "Anxious" ("ängstlich") und "Avoidant" ("vermeidend") charakteristisch sind, wer mit wem zusammen passen würde und welche Verhaltensmuster den jeweiligen Typus entlarven können.

DIE DREI BEZIEHUNGSTYPEN: SICHER, ÄNGSTLICH UND VERMEIDEND

WELCHER BEZIEHUNGSTYP SEID IHR? UND WELCHEM IST MEIN/E PARTNER*IN BZW. DATE ZUZUORDNEN?

Es wird grundsätzlich von drei Beziehungstypen ausgegangen, die sich wie folgt beschreiben lassen:

Der sichere Beziehungstyp:

Wenn ihr in die Kategorie "Secure" bzw. "sicherer Beziehungstyp" fallt, macht euch Nähe keine Angst, tiefe emotionale Verbundenheit löst in euch kein komisches Gefühl aus, vielmehr Vertrautheit und Glück. Sollte euer/eure PartnerIn in die Kategorie ängstlich oder vermeidend fallen, könnt ihr auf seine Verhaltensmuster reagieren, ohne euch selbst oder die Beziehung anzuzweifeln. Konflikte in der Beziehung sorgen euch nicht, eure Wünsche und Bedürfnisse kommuniziert ihr klar und ohne Angst vor möglichen Negativ-Folgen für die Partnerschaft. Ihr seid dem/r PartnerIn offen gegenüber und fühlt euch wohl. In der Regel führen die "Secures" glückliche Beziehungen.

Der ängstliche Beziehungstyp:

Auch ihr seid gerne in einer Beziehung. Bei euch reichen aber bereits kleine Auslöser, um euch in Sorge versetzen. Bin ich gut genug für meine/n PartnerIn? Oder liebt er/sie mich überhaupt? Das sind Gedanken, die ihr euch als ängstlicher Typ macht. Das rasche Erreichen eurer "Danger Zone", in welcher ihr euch getriggert fühlt, hat zur Folge, dass ihr ängstlich reagiert. Ist der/die PartnerIn telefonisch nicht erreichbar oder online ohne zu schreiben? Oder kommt er/sie schlecht gelaunt von der Arbeit nach Hause? Das hat bestimmt etwas mit euch zu tun, denkt ihr als VertreterIn dieser Kategorie.

Der vermeidende Beziehungstyp:

Zu viel Nähe engt euch ein? Die Beziehung könnte zerbrechen und ihr denkt euch trotzig "auf mich selbst kann ich mich zumindest verlassen"? Dann fallt ihr sehr wahrscheinlich in die Kategorie des vermeidenden Beziehungstyps. Im Gegensatz zu den beiden oben genannten Kategorien ist Nähe ein rotes Tuch für euch. Doch grundsätzlich bedeutet das nicht, dass ihr eure/n PartnerIn nicht genauso liebt wie die VertreterInnen der anderen Kategorien. Eure Strategie ist es lediglich, die Kontrolle zu behalten und dadurch die Person zu sein, die unabhängig in einer Beziehung bleiben will.

DIE DREI BEZIEHUNGSTYPEN: WER PASST ZU EUCH?

Habt ihr euch in einem der Beziehungstypen wiedergefunden? Oder seid ihr sogar eine Mischung aus verschiedenen Beschreibungen? Die Frage ist nun: Welche/r PartnerIn passt am besten zu euch? Seid ihr der sichere Beziehungstyp, dann seid ihr grundsätzlich eher in der Lage, jemandem mit unsicherem und vermeidendem Typus zu begegnen. Treffen zwei Secure-Typen aufeinander, ist die Lage am entspanntesten.

Seid ihr selbst ängstlich oder vermeidend (oder ein Mischtyp aus verschiedenen Merkmalen), dann besteht eine gute Chance auf eine glückliche Beziehung, wenn ihr euch für jemanden mit sicherem Bindungsverhalten entscheidet. Der vermeidende und der ängstliche Typus passen somit gut zu dem sicheren Beziehungstyp und profitieren sogar von seiner Stabilität. Ja, es ist durchaus möglich, dass man innerhalb einer Partnerschaft an Sicherheit gewinnt.

Wenn ihr bereits in einer bestehenden Partnerschaft seid und niemand von euch dem sicheren Typ entspricht, dann werdet ihr wahrscheinlich die ein oder andere Herausforderung zu meistern haben. Dennoch habt auch ihr die Chance, eine glückliche Beziehung zu führen.

WIE KÖNNT IHR NUN ALSO EINE GLÜCKLICHE BEZIEHUNG FÜHREN?

So viel zur Theorie... Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass es am besten ist, offen zu kommunizieren, was euch auffällt oder stört. Ihr könnt dem anderen nur vor den Kopf gucken. Selbst wenn es schwer fällt oder ihr gar eine zurückweisende Reaktion erhaltet, denkt daran, dass in der Beziehung beide Parteien prinzipiell glücklich sein möchten.

Die Vermeidung einer Zurückweisung bedeutet die Unterdrückung eurer wahren Bedürfnisse und Gefühle und ist somit nur eine Aufschiebung und Abschottung des Problems vor dem/r PartnerIn. Dennoch empfindet ihr so. Konflikte kommen definitiv in zwischenmenschlichen Beziehungen vor. Die Frage ist, seid ihr in der Lage, diese in einem respektvollen Umgang miteinander zu lösen? Wenn der andere auf die Äußerung eurer Bedürfnisse verletzend reagiert oder euch mit Nichtachtung oder Zurückweisung straft, dann passt ihr über kurz oder lang vielleicht auch nicht so gut zusammen? Eine Konfliktvermeidungs-Strategie ist meiner Meinung nach nicht unbedingt der goldene Weg in eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Hinterfragt eure eignen Muster und die Kommunikation dem anderen gegenüber. Lernt ihr euch in dieser Weise besser kennen, könnt ihr eure Ängst, Wünsche und Bedürfnisse besser vor euch und anderen formulieren, um dann hoffentlich zu einer Beziehung zu finden, die die Chance hat, zusammenzuwachsen.

6 comments

  1. Dasha

    Interessant. Ich gehöre zu der Kategorie "der ängstliche Beziehungstyp" und mein Partner war "der sichere". Ich habe immer an unserer Beziehung gezweifelt (nach 7 Jahren immer noch) und in diesen Momenten hat er mir immer das Gefühl von Sicherheit vermittelt und ich habe mich direkt besser gefühlt.

    1. Vicky

      Mega interessant und cool, dass du euch direkt wiederfinden konntest in der Beziehungstypologie. 🙂

  2. Katrin

    Wie spannend, Ich glaube ich gehöre zum vermeidenden Typen. Ich glaube, das Buch schaue ich mir mal näher an, um zu gucken woran es bei mir dann immer scheitert... Danke!

  3. Franka

    Ich bin leider der ängstliche Beziehungstyp und hatte deswegen auch schon sehr viel Stress. Ist blöd aber kann ich irgendwie auch nicht ändern ... aber guter Beitrag!

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