Diary

Montags-Motivation | #2 Glücklichsein

Anzeige - mit Affiliate-/Werbelinks

Eine Sache ist es, wenn von außen Dinge passieren oder an uns herangetragen werden, die wir nicht beeinflussen können. Die einen verzweifeln daran, andere sehen sie als Aufgabe, die bewältigt werden muss. Doch was ist, wenn alles "gut" ist und es sich nicht danach anfühlt? Kann man sich daran gewöhnen, kämpfen zu müssen, sodass wir gar nicht genießen können, wenn das Glück grinsend vor uns steht, bereit uns in seine warmen Arme zu schließen? Ja, kann man sich daran gewöhnen, dass alles gut ist und stumpfen wir deswegen ab einem gewissen Punkt einfach ab?

Achtung Falle unserer "Happy-Go-Lucky"-Social Media Welt: Alles zwanghaft positiv sehen zu wollen, stellt die negativen Seiten hervor

Wenn ich mit Freunden über das Thema "Glücklichsein" spreche, entgegen sie auf meine Gedanken oft: "Man muss es einfach positiv sehen". Und genau das ist falsch! Die Kunst ist es, Dinge passieren zu lassen komplett frei von jeglicher Bewertung. Frei von Gedanken, die sie in ein Rating schieben. Klar ist es schön, im Nachhinein zu sehen "Das habe ich daraus gelernt und Situation XY habe ich zwar erst nicht verstanden, dennoch war diese Wendung gut für mich und mein Leben".

In dem Moment der Verzweiflung jedoch nach einem positiven Aspekt Ausschau zu halten, der sich nicht erschließt, macht euch nur unglücklich. Zu akzeptieren, dass es Ereignisse gibt, denen ihr einfach nichts positives abgewinnen könnt, ist in diesem Fall der Schlüssel zum Glück.

Glücklichsein: Suchen wir krampfhaft nach dem "Sinn" oder dem "Positiven" läuft unser Wertesystem auf Hochtouren.

In unschönen Phasen oder Begebenheiten nach einem höheren Sinn suchen zu müssen, setzt nur unnötig unter Druck und lässt die Notwendigkeit einer ganz anderen Sache in den Hintergrund rücken: Dem Vermögen im Hier und Jetzt zu existieren ohne über der Vergangenheit zu verzweifeln und sich um die Zukunft zu sorgen. Und das bewertet nicht nur gute Dinge, sondern auch die Schlechten. Wollen wir uns wirklich damit beschäftigen, was zurzeit alles kacke läuft? Nein: Einatmen, ausatmen, im Hier sein, Kontrolle unserer Reaktion auf Dinge lernen und Loslassen von allem, was wir nicht kontrollieren können.

Eure Gedanken und somit die Reaktion auf alles, was um und in euch passiert, zu kontrollieren und daraus resultierend zu bestimmen, hat nichts damit zu tun, sich gefühlstechnisch abzuschotten. Die Kunst ist es, alle Gefühle wertfrei zuzulassen.

Im Nachhinein ist dann alles gut, wie es gekommen ist...

Jetzt, Monate nachdem ich sowohl meinen Job als auch mein Umfeld hinterfragt habe, sehe ich das Gute in den Dingen, die ich erst als schlecht bewertet habe. Ich sehe aber auch ganz klar und deutlich, wie sehr ich mich selbst fertig gemacht habe, in den vergangenen Monaten phasenweise einfach nichts positives erkennen zu können. Ich WOLLTE verstehen, ich WOLLTE es positiv sehen, ich WOLLTE es so sehr, dass meine eh schon für mich anstrengende Situation noch anstrengender wurde, weil alle sagten "Sieh es doch einfach positiv", aber ich es wirklich so gar nicht gefühlt und mich damit gleichzeitig unfassbar stark unter Druck gesetzt habe. Erst der Moment, in welchem ich mich frei gemacht habe von der Bewertung anderer, der Bewertung meiner Situation und daraus resultierend der Angst vor dem Urteil jeglicher Art, konnte ich mich entspannen und loslassen.

5 comments

    1. Vicky

      Wie schön, danke dir liebe Jenny <3 Was für Themen beschäftigen dich denn gerade so? Und wie definierst du für dich "Glück"?

  1. Lisa

    Glück hinterherzulaufen ist nicht gut, das habe ich auch schon festgestellt. Zufriedenhet, wie du richtig sagst, zu erreichen, ist hingegegen next Level und ich versuche das gerade auch mit Meditation, loslassen ... Schöner Text! Lisa

  2. Ariii_cat

    Richtig toller Artikel 🙂
    Ich finde auch das mit dem “glücklich sein“ist eine schwierige Sache. Ich kenne es persönlich so das man so doll versucht glücklich zu sein das man vergisst im hier und jetzt zu leben oder sich sagt man ist erst glücklich wenn das und das eintritt. Glücklich sein tritt erst ein wenn man einfach los lässt wie du schon gesagt hast und es ebend nicht krampfhaft versucht oder meint man müsse unter bestimmten Bedingungen glücklich sein. Bei diesen ganzen positiven Vibes die alle nur hören wollen, darf man nicht vergessen das es okay ist, sich mal nicht so motiviert und positiv/ glücklich zu fühlen.
    Ganz liebe Grüße .. mach weiter so! Deine ariii_cat

  3. Steffi

    Sehr schöner Artikel, im letzten Absatz finde ich mich selbst wieder aber manchmal ist es gar nicht so einfach aus diesem Kreislauf heraus zu kommen.
    Ich setze mich auch zu oft unter Druck und das macht mich dann noch verrückter.
    Vielen Dank für deine Worte.
    Lg Steffi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.